„Wir sind entsetzt über das unverantwortliche Vorgehen der Schuldezernentin. Grundschulen sind wichtige Anker in Stadtteilen und die Bindung der Kinder und Familien an ihre Grundschule extrem hoch. Ohne jedwede vorherige Beteiligung der zuständigen städtischen politischen Gremien wie dem Schulträgerausschuss, schürt die Verwaltung Unsicherheiten bei Eltern und übt Druck auf Schulen in Feyen, Heiligkreuz und Olewig aus, sich schnell zu den Plänen zurückzumelden. Ein Zerreißen von Stadtteilen gerade dort, wo durch gezielten Aufbau von Ganztagsschulen das Gegenteil politisch gewollt ist, entbehrt jedwedem Gespür und Verantwortungsbewusstsein. Es braucht eine Politik, die gemeinsam stark für Trier macht, keine die spaltet“, kommentieren Sven Teuber und Carola Siemon für die Trierer SPD-Fraktion die scheinbaren Pläne der Verwaltung, Heiligkreuzer Schüler:innen künftig nach Olewig und Schüler:innen der Weismark nach Heiligkreuz schicken zu wollen.
Teuber habe von diesen Plänen durch Gespräche mit Eltern erfahren, die sich besorgt und um Unterstützung bittend an ihn wendeten. Dies kommentiert er so: „Ich bin den Eltern dankbar, dass sie mich direkt kontaktierten. Ihr Entsetzen und ihre Verunsicherung teile ich. Als Mitglied des Schulträgerausschusses, der seine letzte Sitzung erst vor 14 Tagen hatte, bin ich noch dazu schockiert, wie ein solcher Vorschlag das Licht der Welt erblickt, ohne das zuständige Fachgremium vorab mit Ideen und Plänen zu befassen. Es ist originäre Aufgabe dieses Ausschusses, dem Vertreter:innen von Schüler:innen, Eltern, Lehrer:innen, Wirtschaft und Politik angehören, Schulentwicklung zu planen und beraten sowie Entscheidungen vorzubereiten. Dieses Gremium nicht zu befassen und dann kurz nach der letzten Sitzung, Schulen mit einer Frist von einer Woche um Stellungnahme zu bitten, ist ein Affront gegenüber allen Beteiligten. Dies habe ich in einem Telefonat mit der Bürgeremeisterin heute für die Trierer SPD-Fraktion direkt nach meiner Kenntnis zum Ausdruck gebracht und klar gemacht, dass es von der SPD für solch einen Prozess keine Unterstützung geben werde.“
Carola Siemon verstärkt die Kritik als schulpolitische Sprecherin der SPD noch: „Wir sprechen gerade vertrauensvoll in Gremien über die Umsetzung von Schulentwicklungsplänen und dann erreicht uns so etwas. Der Vorschlag wirkt unausgegoren, ja kontraproduktiv zu Zielen des Schulentwicklungsplans, der beschlossen wurde. Wie soll Schulentwicklung gelingen, wenn nicht größer gedacht, in Ruhe abgewogen und verantwortungsvolle Beteiligung erfolgt? Ich habe heute direkt den Kontakt zu Schulleitungen gesucht, um mit ihnen über den Vorschlag der Verwaltung zu sprechen.“
Teuber und Siemon machten klar, dass die Trierer SPD-Fraktion die heutige Sitzung des Dezernatsausschusses II nutzen werde, um die Thematik anzusprechen, einen Stopp herbeizuführen, bis der zuständige Schulträgerausschuss in Ruhe vorab beraten konnte und eine vernünftige Beteiligung sicherzustellen.
Pressemitteilung der Trierer SPD Fraktion Trier, 02.04.2025
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